Bildungsfreistellung (Rheinland-Pfalz)

Seit Inkrafttreten des Bildungsfreistellungsgesetzes zum 1. April 1993 haben Beschäftigte in Rheinland-Pfalz einen Rechtsanspruch auf Freistellung von der Arbeit, um sich beruflich oder gesellschaftspolitisch weiterzubilden. Diese Freistellung findet unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber statt.

Der Anspruch gilt bei einer mindestens zweijährigen Beschäftigung, bei Auszubildenden reicht ein einjähriges Ausbildungsverhältnis. In Betrieben mit nicht mehr als fünf Beschäftigten gilt der Anspruch nicht. Die Anspruchsdauer beträgt in der Regel zehn Arbeitstage in zwei Kalenderjahren. Für Auszubildende beträgt der Anspruch drei Tage innerhalb der Ausbildung, allerdings nur für gesellschaftspolitische Weiterbildungen.

Sie dürfen sich selber aussuchen, welche Veranstaltung Sie besuchen, solange diese nach § 7 des Bildungsfreistellungsgesetzes anerkannt ist. Dieses gilt für Veranstaltungen der beruflichen oder der gesellschaftspolitischen Weiterbildung. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Erholung, Unterhaltung oder allgemeinen Freizeitgestaltung dienen.

Wer ehrenamtlich für einen Verein oder eine Organisation tätig ist und diese Kriterien erfüllt, kann für Kurse aus diesem Portal Bildungsfreistellung unter den genannten Voraussetzungen beantragen.


Informationen von: http://weiterbildungsportal.rlp.de/g4111

Weitere Informationen:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz
Postfach 3220, 55022 Mainz

Telefon: (06131) 16-2735/-2893, Telefax: (06131) 16-5466
E-Mail: bildungsfreistellung(at)mbwwk.rlp.de