Kompetenzzentrum eGovernment & Umwelt

Hintergrund

In Deutschland versuchen Bund und Länder über verschiedene Maßnahmen wie dem Programm E-Government 2.0 die Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie in der Verwaltung systematisch auszubauen. E-Government wird als ein Schlüssel zu einer schlankeren, bürgernahen, flexiblen und effizienten Verwaltung gesehen und soll Bürgern und Unternehmen die Möglichkeit eröffnen, über das Internet unabhängig von Ort und Zeit auf Verwaltungsdienstleistungen zuzugreifen. Eine aktive Bereitstellung von Informationen soll zu mehr Transparenz führen und die Bürger stärker in die politische Entscheidungsfindung einbinden. Seit einigen Jahren schlägt sich dies in der Gesetzgebung nieder. Gesetze und Verordnungen verweisen oftmals explizit auf den Einsatz der Kommunikations- und Informationstechnologie zu ihrer Umsetzung. Ohne diese Technologie wären insbesondere die vielfältigen Planungs-, Kontroll- und Überwachungsaufgaben der Behörden im Umweltschutz wirtschaftlich nicht durchführbar. Die umfassende Bereitstellung von Umweltinformationen im Internet soll hier die Sensibilität der Bürger und Unternehmen gegenüber der Umwelt steigern.

Seit Sommer 2008 wird das neugegründete Kompetenzzentrum eGovernment & Umwelt vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur gefördert.

Wissenschaftliche Ziele des Kompetenzzentrums

Die wissenschaftlichen Ziele resultieren aus den durch die verschiedenen E-Governement-Initiativen initiierten Anforderungen an eine medienbruchfreie, netzbasierte Kommunikation des Bürgers mit seinen Behörden einerseits, sowie der Datenbeschaffung zur Befriedigung des erweiterten Informationsbedürfnisses der Individuen in einer hochgradig vernetzten Informationsgesellschaft andererseits. Im Forschungsgebiet E-Governement & Umwelt sehen wir unter Berücksichtigung unseres Kompetenzprofils folgende wissenschaftliche Ziele für unsere Forschungsarbeiten:

  • Entwicklung von barrierefreien Benutzerschnittstellen für E-Government-Anwendungen unter Berücksichtigung der möglichen Kommunikationsbeziehungen. Insbesondere Entwicklung geeigneter Technologien zur barrierefreien, nutzerspezifischen Präsentation von (Umwelt-) Daten
  • Optimierung der Erfassung und Dokumentation von Umweltfachdaten unter Berücksichtigung bestehender bzw. in Entwicklung befindlicher Standards
  • Harmonisierung der Umweltdaten in Deutschland und Europa
  • Definition von nationalen und internationalen Referenzprozessen
  • Datenqualitätsmanagement und Information Life Cycle Management
  • Strategien und Technologien zur Sicherstellung der Integration und Interoperabilität von Umweltinformationssystemen innerhalb von Behörden und zwischen Behörden.
  • Einbindung der raumbezogenen Informationskomponente entsprechend ihrer zentralen Bedeutung für Umweltanwendungen (z.B. Geobasis-, Geofachdaten, Gazetteer-Services)
  • Entwicklung von mobilen Anwendungen zur Abwicklung von Verwaltungsvorgängen mit Umweltbezug
  • Konzeptionen zur organisatorischen und technischen Umsetzung von eGovernment-Anwendungen auf den unterschiedlichen Verwaltungsebenen

Aktuelle Projekte

Eine Übersicht über aktuelle F&E-Projekte des Kompetenzzentrums finden sie beim Institut für Softwaresysteme (ISS)

Kontakt

Kompetenzzentrum
eGovernemnt & Umwelt
c/o Institut für Softwaresysteme (ISS)

Prof. Dr. Rolf Krieger

Postfach 1380
55761 Birkenfeld

+49 6782 17-1302

+49 6782 17-1268

 iss@umwelt-campus.de

Mitarbeiter

Prof. Dr. Rolf Krieger
Wirtschaftsinformatik

Prof. Dr. Norbert Kuhn
Softwaretechnik und
Informationssysteme

Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel
Geo- und Umweltinformatik