Studienverlauf

Der Studiengang gliedert sich in zwei Schwerpunktbereiche: einen unternehmensrechtlichen und einen energiewirtschafts- und energieumweltrechtlichen Schwerpunkt.

Für alle Studierenden verpflichtend - weil für beide Schwerpunktbereiche wichtig - sind die Veranstaltungen Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht und Vertragsgestaltung, Wirtschaftsenglisch, Energiewirtschaftsrecht, Europäisches und nationales Vergaberecht sowie europäisches und deutsches Kartellrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Compliance/Corporate Governance und Wirtschaftsstrafrecht.

Die Ausrichtung des Schwerpunkts "Unternehmensrecht" rückt Fragestellungen in den Mittelpunkt, die bei der Führung eines Unternehmens häufig auftreten und zu lösen sind. Ausdruck findet diese Gewichtung durch die Auswahl von grundständigen Veranstaltungen (wie etwa Gesellschaftsrecht, Handelsrecht und Vertragsgestaltung), die Gebiete abdecken, in denen im Unternehmensalltag immer wieder Problemstellungen zu lösen sind.

Aber auch die übrigen Fächer schärfen das Profil eines Wirtschaftsjuristen, der im Unternehmen in vielfältiger Weise eingesetzt werden kann, und die im Arbeitsalltag oft von entscheidender Bedeutung sind. Zu nennen sind etwa - neben dem Kartell- und Vergaberecht sowie dem Wettbewerbsrecht - das Arbeitsrecht oder auch das Insolvenzrecht, das für Unternehmen nicht nur dann von Interesse ist, wenn sie selbst von Insolvenz bedroht sind. Ergänzt werden die Fähigkeiten durch Lerninhalte, die über das nationale Recht hinaus reichen und so die immer stärker fortschreitende Internationalisierung der Unternehmenspraxis nachzeichnen.

Das Energierecht wird nach der "Energiewende" in Deutschland eine wichtige Rolle spielen. Der Bedarf an Studienabsolventen, die sich auf das Energierecht spezialisiert haben, wird zunehmen. Das erfordert nicht nur spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet des "klassischen" öffentlichen Energie- und Umweltrechts, sondern auch Kenntnisse auf dem Gebiet des privaten Wirtschaftsrechts. Hier setzt der Schwerpunkt "Energiewirtschafts- und Energieumweltrecht" an. Das Besondere daran ist das an der Schnittstelle von öffentlichem Energie- und Umweltrecht und privatem Wirtschaftsrecht angesiedelte Lehrangebot. Das trägt zum einen dem Umstand Rechnung, dass für Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft Kenntnisse des öffentlichen Energie- und Umweltrechts unverzichtbar sind, um auf dem Markt bestehen zu können. Dazu zählen etwa das Energieumweltrecht, das Klimaschutzrecht, das Industrieanlagenrecht und Fragen des Umwelt-/Klimaschutzes in der Bauleitplanung. Ein Einblick in ökonomische Fragestellungen (Energiewirtschaftspolitik) rundet diesen Schwerpunkt ab.

Zum anderen werden Aufgaben der öffentlichen Energieversorgung zunehmend in privatrechtlicher Form wahrgenommen, was seinerseits Kenntnisse im privaten Wirtschaftsrecht voraussetzt (etwa wenn es um gesellschafts-, kartell- oder vergaberechtliche Fragen oder um Fragen der Privatisierung oder der Vertragsgestaltung im Energierecht geht).

Kontakt