Berufsfelder

Der geplante Masterstudiengang zielt auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Industrie sowie öffentlichem Dienst. Die wissenschaftlich und theorieorientierte Ausbildung soll ebenfalls den Zugang zu Promotionen und Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung bereiten. Die Ausbildung in der Prozessverfahrenstechnik berücksichtigt etablierte Tätigkeitsprofile in gleicher Weise, wie zukünftig zu erwartende Umstrukturierungen. Die vermittelten Kompetenzen berücksichtigen ebenfalls die Anforderungen an Laufbahnen im höheren Dienst.

Das nationale und internationale Angebotsspektrum zu Master-Studiengängen mit verfahrenstechnischen Studienschwerpunkten spiegelt deutlich die Nachfrage in derart orientierten Berufsfeldern wider. Gleichzeitig wird auch die Internationalität des damit verbundenen Umfeldes deutlich.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass durch die bereits eingeleiteten Umstrukturierungen im Bereich der stoffumwandelnden Industrie zwar Arbeitsplätze eingespart wurden. Andererseits basieren Produktinnovationen in diesem Bereich auf hochentwickeltem verfahrenstechnischem Wissen. In Europa ist daher von einem steigenden Bedarf an exzellent ausgebildeten Verfahrenstechnikern auszugehen, um im internationalen Wettbewerb mit Asien und Amerika erfolgreich bestehen zu können.

Die interdisziplinäre vernetzende Ausbildung im Masterstudiengang "Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik" ist mit deutlichem Praxisbezug wissenschaftlich geprägt und bereitet auf eine erfolgreiche und zukunftsorientierte verantwortungsvolle Berufstätigkeit vor, welche analytisches und abstrahierendes Denkvermögen voraussetzt. Mögliche Arbeitgeber sind beispielsweise:

  • Chemische Industrie
  • Pharmazeutische Industrie
  • Biotechnologie Unternehmen
  • Unternehmen im Bereich "Life Science"
  • Umweltberatungen, Umweltagenturen
  • Recycling-Unternehmen
  • Ingenieurbüros
  • Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften
  • Institute und Hochschulen
  • Forschungseinrichtungen
  • Unternehmensberatungen
  • Internationaler Maschinen und Anlagenbau
  • Planungsbüros (Fabrikplanung und Organisation)
  • Entwicklungshilfe

Im Rahmen der "Nachhaltigen Prozessverfahrenstechnik" wird ein breites Spektrum an Betätigungsfeldern eröffnet, zumal keine Spezialisierung auf bestimmte verfahrenstechnische Prozesse vorgesehen ist. Wesentlich ist die Fähigkeit, sich schnell in neue Problemfelder einzuarbeiten, Optimierungspotenziale zu erschließen und rationell mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Umweltrelevante Probleme wie z.B. Lärmbelästigung, Abfall- und Abwasserbehandlung, Luftreinhaltung, Gefahrstoffproblematiken u.ä. müssen ebenfalls permanent berücksichtigt werden.

Die "Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik" zeigt einen enormen Forschungs- und Entwicklungsbedarf speziell bei Feststoffen auf, wenn auch mit Rücksicht auf die Zeit- und Geldknappheit forciert projektorientiert gedacht und gehandelt werden muss. Daraus resultiert sowohl ein stark anwendungsorientiertes als auch ein wissenschaftlich geprägtes Forschungs- und Arbeitsfeld, an Hochschulen, Instituten und in der Industrie.

Im Dienstleistungsgewerbe können Planungsaufgaben, Beratungsfunktionen, und Projektierungsaufgabenstellungen u.ä. wahrgenommen werden, wie z.B. in heute häufig wahrgenommenen Contracting-Modellen.

Die Marktchancen auf einem solch vielfältigen Arbeitssektor werden für unsere Absolventinnen und Absolventen einerseits durch ihre Fähigkeit zu interdisziplinärem vernetzten Denken und andererseits durch ihre Kommunikations- und Streitfähigkeiten gestärkt.

Das Tätigkeitsprofil der Absolventinnen und Absolventen ist exemplarisch wie folgt geprägt:

  • Produkt- und Prozessentwicklung
  • Anlagenbau in der Prozessverfahrenstechnik
  • Integration neuer Technologien der Prozessverfahrenstechnik
  • Kundenberatung, technisches Marketing
  • Prozessanalyse, Effizienzsteigerung
  • Reduktion des Ressourceneinsatzes
  • Verminderung der Abfallmengen
  • Entwicklung eines anlageninternen Energie- und Stoffverbundes
  • Simulation, Automatisierungstechnik
  • Umweltschutz, Arbeitsschutz
  • Recherchen, Patentanmeldungen
  • Konzeptentwicklung, Planung
  • Apparatebau und verfahrenstechnische Komponenten
  • Konstruktion und Fertigung prozess- und mikroverfahrenstechnischer Aggregate, Komponenten und Anlagen
  • Koordination, Organisation
  • Analyse, Optimierung, Strukturierung
  • Forschung und Entwicklung