Direkt-Methanol Brennstoffzelle

für die netzunabhängige Stromversorgung

V. Loos, P. Marx, K. Wu u. G. Hoogers

 

Handtuchspender

Abb.1: Als erstes Anwendungssystem wird ein batteriebetriebener handtuchspender der Firma Ille verwendet.

In enger Kooperation mit den Firmen Ille Papier-Service GmbH und Wellgo GmbH wird ein System für die dezentrale Stromversorgung von Verkaufs- und Distributionsautomaten mit einer Direkt-Methanol Brennstoffzelle entwickelt. Innerhalb dieses Marktsegmentes soll das DMFC-betriebene Energiesystem die bislang verwendeten Batteriesysteme ersetzen.

Das Besondere am hier als Einstieg vorgesehenen Nischenmarkt der sanitären Distributionsautomaten ist die Verlängerung der Wartungsintervalle im Vergleich zum Batterieeinsatz von durchschnittlich einem Monat auf ca. sechs Monate. Es wird also durch den Einsatz der DMFC-Technik nicht einfach eine billige Einwegbatterie verdrängt, sondern es entfallen ganz erhebliche Fahrt- und Wartungskosten an z.T. abgelegenen Standorten.

Weitere mögliche Einsatzgebiete sind Park- und Distributionsautomaten, insbesondere Chipkartenautomaten. Hierzu zählt auch z. B. die Alterskontrolle bei Zigarettenautomaten.

Direkt-Methanol Brennstoffzelle

Abb.2: Die Direkt-Methanol Brennstoffzelle wandelt Methanol direkt in elektrischen Strom. Hierbei entstehen an der Anode Kohlendioxid und an der Kathode Wasser.

System

Das System besteht aus folgenden Baugruppen:

Abb.3: Prinzipieller Systemaufbau

Systemregelung
Die Regelung des Direkt-Methanol Systems regelt die Leistungsentnahme, die Pumpleistung und die Luftzufuhr auf Basis der Kenndaten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Verbrauch.

Brennstoffversorgung
(Tank, Pumpe, Methanol-Sensor) Die Komponenten müssen gegen Methanol beständig sein.

Brennstoffzellenstapel
Konstruktion und Verschaltung mehrerer Zellen zur Steigerung der Leistung.

 

Vorteile eines Direkt-Methanol Systems

Idealer Einstiegsmarkt:
Verlängerte Wartungsintervalle durch Langzeitbetrieb mittels DMFC.

Dadurch Einsparungen beim Unterhalt des Systems:
Zum Austausch einer Methanolkartusche muss ein Servicemitarbeiter je nach Leistung nur etwa einmal im Halbjahr anreisen anstatt einmal im Monat wie beim bisherigen Batteriesystem.

Brennstoffzellen ersetzen also teure Dienstleistungen, nicht billige Energiequellen.

Abb.4: Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten z. B. Netzunabhängige Distributionsautomaten,
Telekomunikationseinheiten oder Überwachungssysteme.

 

 

 

 

 

 

Projektpartner:

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