5. Thematische Suche

Sie haben mit der Recherche für Ihre Seminararbeit "Nebelnutzung zur Trinkwassergewinnung nach Vorbild des Nebeltrinker-Käfers" begonnen. Die ersten Ergebnisse sind enttäuschend: Zwar führt Google Sie zu einigen Online-Artikeln, die Suche im Katalog Ihrer Hochschulbibliothek bleibt jedoch erfolglos. Selbst die DigiBib liefert zum Ausdruck "Nebeltrinker-Käfer" keinen Treffer, auch nicht zum wissenschaftlichen Namen "Onymacris unguicularis". Ist Ihr Thema zu neu oder ungewöhnlich? Sollten Sie es wechseln, bevor es zu spät ist?

In dieser Einheit werden Ihnen Techniken vorgestellt, mit denen Sie nach thematisch relevanten Texten suchen können. Sie erfahren u. a., wie sich Suchanfragen formulieren und je nach erzielter Treffermenge abwandeln lassen.


5.1 Sechs Suchtechniken (nach Marcia J. Bates)

Bei der Suche nach thematisch relevanten Texten können Sie verschiedene Wege einschlagen. Die Informationswissenschaftlerin Marcia J. Bates hat sechs grundlegende Techniken aufgelistet, die sich einzeln oder kombiniert einsetzen lassen. Sie werden hier leicht abgewandelt und ergänzt vorgestellt.

Angenommen, Sie haben eine erste Recherche durchgeführt. Sie sind auf ein themenrelevantes Dokument D gestoßen, den Namen eines Experten A sowie den Titel einer themenrelevanten Zeitschrift Z. Jetzt brauchen Sie weitere Literatur. Was können Sie tun?

  • Technik 1: Rückwärtsverkettung (auch: Fußnotenverfolgung)
    Vorgehen: Durch­forsten Sie die Quel­lenbe­lege und das Li­tera­tur­ver­zeich­nis von D nach the­men­re­le­van­ten Tex­ten. Be­sor­gen Sie die­se Tex­te und wie­der­ho­len Sie bei ihnen das Vor­gehen (→ Schnee­ball­ef­fekt).
    Hinweise: (a) Die Rück­wärts­ver­ket­tung führt Sie in der Re­gel zu im­mer äl­teren Tex­ten. Sie star­ten bei­spiels­wei­se mit ei­nem Buch aus dem Jahr 2015, ge­lan­gen über das Li­tera­tur­ver­zeich­nis zu zwei Tex­ten aus den Jah­ren 2013 und 2011. Die­se wie­derum ver­wei­sen Sie auf Quel­len aus den Jahren 2009, 2008 und 2006 usw.
    (b) Es ist nicht ga­ran­tiert, dass ein Au­tor die bes­ten Quel­len für seinen Text ge­wählt hat.
  • Technik 2: Vorwärtsverkettung (auch: Zitierungssuche)
    Vorgehen: Fin­den Sie mit Hil­fe ei­nes Zi­tati­ons­da­ten­bank-An­bieters (z. B. Google Scholar oder Cite­Sheer) heraus, in wel­chen Tex­ten D zi­tiert wird. Wie­der­ho­len Sie die Zi­tati­ons­suche für die­se Tex­te usw. (→ Schnee­ball­ef­fekt).
    Hinweise: (a) Das Vor­gehen führt Sie in der Re­gel zu im­mer ak­tuel­leren Tex­ten und ist da­her ei­ne pas­sen­de Er­gänzung zur Rück­wärts­ver­ket­tung.
    (b) Die ge­fun­denen Tex­te müs­sen nicht re­le­vant für Ihr The­ma sein. Bei­spiels­weise könn­te D nur am Ran­de zi­tiert wor­den sein – etwa, um auf Li­tera­tur zu ver­weisen, die sich mit ver­wand­ten, aber nicht be­handel­ten Fra­gen be­schäf­tigt.
  • Technik 3: Journal-Run (auch: Zeitschriftensuche)
    Vorgehen: Durch­fors­ten Sie an­hand der Print­aus­ga­ben oder mit Hil­fe von On­line-Archi­ven die In­halts­ver­zeich­nis­se von Z, etwa die Ver­zeich­nis­se der letzten drei Jah­re.
    Ergänzung: Er­mit­teln Sie z. B. über Such­ma­schinen the­ma­tisch re­le­van­te Kon­gres­se und Kon­fe­renzen und gehen Sie die In­halts­ver­zeich­nis­se der Kon­ferenz­bän­de durch (→ Kon­ferenz-Run).
    Hinweis: Es ist hilf­reich, sich einen Über­blick über die the­men­re­le­van­ten Fach­zeit­schrif­ten zu ver­schaf­fen. Hilfs­mit­tel: Em­pfeh­lungen, Li­tera­tur­ver­zeich­nis­se, Ra­ting­sei­ten.
  • Technik 4: Autoren-Run (auch: Autorensuche)
    Vorgehen: Nutzen Sie den Au­toren-Schlüs­sel einer Such­mas­ke oder die Home­page von A, um sich wei­tere Ver­öf­fent­lich­ungen von A an­zei­gen zu las­sen.
    Ergänzung: Suchen Sie nach Or­ga­ni­sati­onen und Pro­jek­ten, die auf Ihr The­ma aus­ge­rich­tet sind, und sich­ten Sie die je­wei­li­gen Ver­öf­fent­lich­ungen (→ Or­ga­ni­sati­ons- und Pro­jekt­suche).
    Hinweis: Vie­le Wis­sen­schaft­ler be­sitzen ei­ge­ne Sei­ten auf den Web­sites ihrer Ins­ti­tu­ti­onen. Dort fin­den Sie häu­fig Bi­bli­o­gra­phien, manch­mal mit Links zu frei­en PDF-Da­teien.
  • Technik 5: Bereich scannen (auch: Browsen)
    Vorgehen: An­ge­nom­men, D ist ein Bi­bli­o­theks­buch.
    (a) Ge­hen Sie zum Re­gal­stand­ort von D und schau­en Sie, was dort links und rechts in der Rei­he steht (← the­ma­tische Auf­stel­lung von Bü­chern).
    (b) Schau­en Sie, wel­ches The­men­kür­zel D trägt (z. B. "ener E" für 'Re­ge­nera­ti­ve Ener­gi­en'), und las­sen Sie sich im Bi­bli­o­theks­ka­ta­log al­le Do­ku­men­te mit dem­sel­ben Kür­zel an­zei­gen. Hier­zu gibt es oft ei­ne spe­ziel­le "Sig­na­tur­suche".
    Hinweise: (a) Bei der Re­gal­suche: In­teres­sante Bü­cher kön­nen ent­lie­hen sein. Ei­ne voll­stän­di­ge Über­sicht ge­währ­leis­tet die elek­tro­nische Sig­na­tur­suche.
    (b) Mit Hil­fe der Bi­bli­o­theks­sys­te­ma­tik kön­nen Sie sich über die Kür­zel in­for­mieren, die als The­men-Be­stand­tei­le ei­ner Sig­na­tur ver­wen­det wer­den.
    (c) Vie­le Do­ku­men­te las­sen sich ver­schie­den ein­ord­nen. Bü­cher zur Phi­lo­so­phie der Ma­the­ma­tik könn­ten bei­spiels­wei­se ei­ner 'Phi­lo­so­phie'- oder ei­ner 'Ma­the­ma­tik'-Grup­pe zu­ge­ord­net sein.
  • Technik 6: Stich- und Schlagwortsuche
    Vorgehen: Re­cher­chieren Sie in Such­werk­zeu­gen mit Aus­drück­en, die das in D be­handel­te The­ma mög­lichst gut be­schrei­ben. Hilfs­mit­tel: The­sau­ri oder Schlag­wort­lis­ten (In­dexe) ei­nes Such­werk­zeugs.
    Hinweis: Den­ken Sie bei der For­mu­lie­rung einer Such­an­fra­ge da­ran: Opera­to­ren und Opera­to­ren­zeichen kön­nen sich von Werk­zeug zu Werk­zeug un­ter­schei­den!

Die sechs Techniken lassen sich flexibel einsetzen und verbinden. Beispiel: Sie beginnen Ihre Recherche, indem Sie einige passende Wörter in den Bibliothekskatalog tippen (Stich- und Schlagwortsuche). Die Trefferliste liefert Ihnen ein interessantes Buch. Sie holen es aus dem Regal und leihen sich zwei weitere Titel aus, die in derselben Reihe stehen und vom Titel her einen passenden Eindruck machen (Bereich scannen). Beim Lesen der Texte stoßen Sie auf eine schwierige Stelle. Eine Fußnote führt Sie zu einem Zeitschriftenaufsatz, der sehr klar geschrieben ist (Rückwärtsverkettung). Schnell recherchieren Sie über Google Scholar, ob es weitere Texte des Autors zum Thema gibt (Autoren-Run) und wer mit diesen Texten gearbeitet hat (Vorwärtsverkettung) usw. Für eine systematische Herangehensweise bietet sich besonders der Journal Run an.


5.2 Unter der Lupe: Einsatz von Operatoren bei der Stich- und Schlagwortsuche

Viele Recherchemittel erlauben es, mit Hilfe von Operatoren komplexe Suchanfragen zu formulieren. Die folgende 7-Schritte-Methode zeigt Ihnen, wie Sie dabei vorgehen können (vgl. Einheit 4.2). Die ersten sechs Schritte führen Sie von Ihrem Thema zu einer fertigen Anfrage. Im siebten Schritt wird diese dann abgeschickt und je nach erzielter Treffermenge modifiziert.

  • Schritt 1: Vorbereitung: Formulieren Sie das Thema oder die Fragestellung Ihrer Arbeit so präzise wie möglich.
    Beispielthema:
    Markt­analyse von Com­puter­spielen mit Schwer­punkt auf Vir­tuel­le Re­ali­tät
  • Schritt 2: Vorbereitung: Entnehmen Sie Ihrer Formulierung diejenigen Ausdrücke, die die zentralen Aspekte Ihres Themas oder Ihrer Fragestellung bezeichnen ("Kernausdrücke").
    im Beispiel:
    • Marktanalyse
    • Computerspiele
    • virtuelle Realität

    (Anm.: "Computer­spiele" und "vir­tuel­le Reali­tät" könn­ten der Ein­fach­heit hal­ber auch als Aus­drücke ein- und des­sel­ben As­pekts be­handelt wer­den.)
  • Schritt 3: Vorbereitung: Sammeln Sie zu jedem Kernausdruck geeignete Alternativausdrücke (Syno­nyme, Ober-/Unter­be­grif­fe, Holo-/Mero­ny­me und sons­tige se­man­tisch ver­wand­te Aus­drücke). Schrei­ben Sie sie in eine Ta­bel­le der folgenden Art:
    Kern­aus­druck Markt­ana­lyse Com­pu­ter­spiel Vir­tuel­le Re­ali­tät
    sy­no­nym Markt­for­schung Game, Vide­o­spiel VR, VR-System, künst­liche Re­ali­tät
    enger Markt­po­tenti­al, Markt­vo­lu­men Tak­tik-Shoo­ter, Ad­ven­ture Vir­tu­ali­sierungs-Hard­ware, Ocu­lus-Rift
    weiter Mar­ke­ting, Markt­be­obach­tung Spiel, Com­pu­ter­pro­gramm Si­mu­lati­ons­pro­gramm
    verwandt Markt­si­tu­ati­on, Kun­den­a­na­lyse Im­mer­sion
  • Schritt 4: Suchanfragenformulierung: Verknüpfen Sie einige oder alle Kernausdrücke mit dem Und-Operator (hier: Leerzeichen).
    Beispiele:
    → [ marktanalyse computerspiel "virtuelle realität" ]
    → [ marktanalyse "virtuelle realität" ]
    → [ computerspiel ] (Spezialfall: Und-Verknüpfung mit nur einem Element)
  • Schritt 5: Suchanfragenformulierung: Ergänzen Sie die Kernausdrücke ggf. um zugehörige Alternativausdrücke, also um Ausdrücke der jeweils selben Spalte. Es gibt zwei Möglichkeiten:

    (a) Einsatz von Oder: Erweitern Sie einen Kernausdruck k mit Hilfe des Oder-Operators zu einem Suchanfragen­element der Form (k OR ak1 OR … OR akn), wobei ak1akn zugehörige Alternativ­ausdrücke sind und n die Variable für die heran­gezogene Anzahl ist.
    Beispiele:
    → [ marktanalyse (computerspiel OR games) ("virtuelle realität" OR vr) ]
    → [ marktanalyse ("virtuelle realität" OR vr OR vr-system) ]
    → [ computerspiel ]
    (b) Einsatz von Trunkierungszeichen: Trunkieren Sie k oder ak1akn passend.
    Beispiele:
    → [ (markt* OR market*) (*spiel OR game*) ("virtuelle realität" OR vr) ]
    → [ markt* ("virtuelle realität" OR vr OR vr-system OR oculus-rift) ]
    → [ computerspiel ]
  • Schritt 6: Suchanfragenformulierung: Schließen Sie ungewollte Ausdrücke ggf. mit Hilfe des Nicht-Operators aus.
    Beispiele:
    → [ (markt* OR market*) (*spiel OR game*) ("virtuelle realität" OR vr) ]
    → [ marktanalyse ("virtuelle realität" OR vr OR vr-system) NOT shooter ]
    → [ computerspiel NOT shooter NOT adventure* ]
  • Schritt 7: Einsatz und Modifikation: Schicken Sie die Suchanfrage ab, sichten Sie die Trefferliste und verbessern Sie die Anfrage bei Bedarf. Mögliche Maßnahmen sind z. B.:

    bei zu vielen Treffern
    Prüfen: Haben Sie sich ver­tippt? Prüfen: Ist es über Fil­ter mög­lich, die Tref­fer sinn­voll ein­zu­gren­zen?
    Und-Ele­ment ent­fer­nen
    [A1 AND B1] ⇒ [A1]
    Und-Ele­ment hin­zu­fügen
    [A1] ⇒ [A1 AND B1]
    Oder-Ele­mente hin­zu­fü­gen
    [A1 AND B1] ⇒ [A1 AND (B1 OR B2)]
    Oder-Ele­ment entfernen
    [A1 AND (B1 OR B2)] ⇒ [A1 AND B1]
    Nicht-Ele­ment ent­fer­nen
    [A1 NOT B1] ⇒ [A1]
    Nicht-Ele­ment hin­zu­fü­gen
    [A1] ⇒ [A1 NOT B1]
    Trunkierun­gen ein­fü­gen / ver­bes­sern
    [A1] ⇒ [A1*]
    Trunkierun­gen ent­fer­nen / ver­bes­sern
    [A1*] ⇒ [A1]
    weiter gefass­ter Be­grif­fe ver­wen­den
    [A1] ⇒ [Ober­be­griff/Holon­ym von A1]
    enger gefass­te Be­grif­fe ver­wen­den
    [A1] ⇒ [Unter­be­griff/Mero­nym von A1]

5.3 Quizfragen

1.

Welche der in Abschnitt 5.1 vorgestellten Suchtechniken wird durch die unten stehende Illustration veranschaulicht?

a)Rückwärtsverkettung
b)Vorwärtsverkettung
c)Journal-Run
d)Autoren-Run
e)Bereich scannen
f)Stich- und Schlagwortsuche

Lösung ein/aus

2.

Betrachten Sie den unten stehenden Auszug aus der Systematik der Bibliothek des Umwelt-Campus-Birkenfeld. Unter welcher Signatur finden Sie in der Campus-Bibliothek Ratgeber zur formalen Gestaltung Ihrer Thesis (Formatierungsvorgaben, Zitierregeln u. Ä.)?



Lösung ein/aus

3.

Stichwort 'Journal Run': Nicht alle Fachzeitschriften werden als qualitativ gleichwertig betrachtet. Als Indiz für die Qualität einer Zeitschrift wird u. a. der JIF (Journal Impact Factor) herangezogen. Von der Idee her wird er für eine Zeitschrift Z wie folgt berechnet:

Zahl der Zitierungen der in Z veröffentlichten Aufsätze
Zahl der in Z veröffentlichten Aufsätze

Im Zähler wird also angegeben, wie häufig die Aufsätze von Z irgendwo zitiert worden sind, im Nenner, wie viele Z-Aufsätze es gibt. Frage: Was spricht eher für eine höhere Qualität?

a)ein höherer Impact-Faktor
b)ein niedrigerer Impact-Faktor

Lösung ein/aus

4.

Angenommen, Sie suchen in einer medizinischen Datenbank Informationen zu der Frage: Lassen sich bei Patienten, die nach dem Auftreten eines Halswirbelschleudertraumas an Kopfschmerzen leiden, bessere Heilungsergebnisse durch den Einsatz von Akupunktur erzielen als durch Behandlungen, die in der reinen Vergabe von Schmerzmitteln bestehen?

Welche vier Wörter dieser Frageformulierung bieten sich besonders als Kernausdrücke an?

Lösung ein/aus

5.

Für Ihre Recherche zum Thema 'Ursachen für Kriminalität unter Mädchen' haben Sie folgende Suchausdrücke gesammelt:

  • Aspekt 1: Mädchen­krimi­nali­tät, Mädchen­ge­walt, Jugend­krimi­na­li­tät (Al­ter­na­ti­ven)
  • Aspekt 2: Ur­sache, Ur­sachen, Grund, Grün­de (Al­ter­na­ti­ven)

Jetzt möchten Sie im Katalog Ihrer Hochschulbibliothek eine kombinierte Suchanfrage starten: [ Aspekt 1 und Aspekt 2 ]. Leider bietet Ihnen der Katalog nur drei Operatoren: Und, Nicht und "…" (Phrasensetzung). Wortendungen werden nicht automatisch ergänzt, Synonyme nicht mitabgefragt.

Frage: Wie viele Suchanfragen müssen Sie durchführen, wenn Sie alle Ausdrücke auf geeignete Weise in Ihre Recherchesitzung miteinbeziehen wollen?

a)zwei
b)sieben
c)zwölf
d)neunzehn

Lösung ein/aus

6.

Für Ihre Wohnungssuche haben Sie die Anfrage [ maisonette düsseldorf (balkon OR whirlpool) ] in eine Datenbank getippt und zu wenige Treffer erzielt. Mit welchen der folgenden Anfragen haben Sie Chancen auf mehr Treffer?

Startfrage: [ maisonette düsseldorf (balkon OR whirlpool) ]

a)maisonette düsseldorf uninähe (balkon OR whirlpool) ]
b)maisonette (düsseldorf OR duisburg OR neuss OR köln) (balkon OR whirlpool) ]
c)düsseldorf (balkon OR whirlpool) ]
d)maisonette düsseldorf balkon ]
e)maisonette nordrhein-westfalen (balkon OR whirlpool) ]

Lösung ein/aus

7.

Für Ihre Jobsuche haben Sie die Anfrage [ (arbeit OR praktikum) games-branche bayern ] in eine Datenbank getippt und eine Flut an Treffern erhalten. Mit welchen der folgenden Anfragen haben Sie Chancen auf eine geringere Zahl an Treffern?

Startfrage: [ (arbeit OR praktikum) games-branche bayern ]

a)(arbeit OR praktikum) games-branche redakteur bayern ]
b)arbeit games-branche bayern ]
c)(arbeit OR praktikum) games-branche münchen ]
d)(arbeit OR praktikum) (games-branche OR games-industrie OR gaming) bayern ]
e)(arbeit* OR *praktikum) games-branche bayern ]

Lösung ein/aus

8.

Sie wollen die Anfrage [ (jahresabschluss OR planung) gegenstromverfahren NOT software ] so manipulieren, dass sie voraussichtlich keinen Treffer erzeugt. Sie dürfen allerdings nur einen einzigen Rechtschreibfehler einbauen – und zwar in einen der vier Suchausdrücke. Welchen sollten Sie wählen?

Startfrage: [ (jahresabschluss OR planung) gegenstromverfahren NOT software ]

a)jahresabschluss
b)planung
c)gegenstromverfahren
d)software

Lösung ein/aus

9.

Die folgenden vier Suchanfragen wurden am 06.07.2015 in der Virtuellen Fachbibliothek GetInfo durchgeführt. Welche der Trefferzahlen 4, 77, 86 und 5403 gehören zu welchen Suchanfragen?

a)lagerstätten* ]
b)lagerstätten* AND kohlenwasserstoffe ]
c)lagerstättenwasser AND kohlenwasserstoffe ]
d)lagerstätten* AND (kohlenwasserstoffe OR alkane OR "organische verbindung") ]

Lösung ein/aus


5.4 Zugrunde gelegte Literatur

Die sechs Suchtechniken lassen sich in Bates (1989) nachlesen. Bates selbst bezieht sich auf Ellis (1989) und Stoan (1984). Eine deutschsprachige Wiedergabe findet sich in Schellhase (2008). Aus ihr stammen auch die drei Er­gänzungen (Konferenz-Run, Projekt­suche, Institutions­suche). Die ersten sechs Schrit­te der in Ab­schnitt 5.2 vorgestellten Methode sind ausführ­lich in ULB Müns­ter (2014) darge­stellt. Die in Auf­gabe 1 ange­sprochene PICO-Metho­de wird z. B. in Physiotherapy­Evidence­Database (2015) vor­ge­führt.

  • Bates, Marcia J. (1989): The Design of Browsing and Berrypicking Techniques for the Online Search Interface, Online-Review 13(5), S. 407-424, online unter: http://www.gseis.ucla.edu/faculty/bates/berrypicking.html.
  • Ellis, David (1989): A Behavioural Approach to Information Retrieval System Design, Journal of Documentation 45(3), S. 171-212.
  • PhysiotherapyEvidenceDatabase (2015): PEDro Simple Search. English, YouTube-Video, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=jdJrsa7BQ2w, letzter Abruf: 20.10.2015.
  • Schellhase, Jörg (2008): Recherche wissenschaftlicher Publi­kationen, Lohmar: Eul.
  • Stoan, Stephen K. (1984): Research and Library Skills: An Analysis and Inter­pretation, College & Research Libraries 45(2), S. 99-109.
  • ULB Münster (2014): Skript zu den Tutorials. Vom Thema zu den Such­begriffen. Von den Suchbe­griffen zur Litera­tur (Thema­tische Literatur­suche I + II), ULB Müns­ter, on­line un­ter: http://lotse.uni-muenster.de/toolbox/00043807.pdf, letzter Ab­uf: 30.06.2015.

Stand: 20.12.2015, S. Bagusche

 

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