Wichtiges Vorab

Sollte bei Ihnen am Tag der Prüfung eine Prüfungsunfähigkeit aufgrund triftiger Gründe wie z. B. Krankheit vorliegen, sollten Sie nicht an der Prüfung teilnehmen, sondern diese Gründe gegebenenfalls mit einem ärzlichen bzw. amtsärztlichen Attest nachweisen und gegebenenfalls einen Rücktritt von der Prüfung beantragen. Denken Sie hierbei bitte an das zwingend vorzulegende Beiblatt zur Einreichung von Attesten.
Wenn Sie trotz vorliegender Einschränkungen an einer Prüfung teilnehmen, nehmen Sie bewusst das Risiko eines Misserfolges in Kauf und haben beim Nichtbestehen der Prüfung die Konsequenzen zu tragen. Insbesondere wenn Sie die Bewertung Ihrer Prüfung abwarten, verwirken Sie durch dieses Abwarten Ihr Rücktrittsrecht.
Unter dem Stichpunkt "Informationen zur Nichtteilnahme an Prüfungen" finden Sie alle erforderlichen Informationen zur Vorlage von Attesten, insbesondere zur sogenannten Drei-Tages-Frist.

Rücktritt von Prüfungen

Ein Rücktritt von Prüfungen ist bis zum Ende der Ausschlussfristen zur Anmeldung zu Prüfungen im QIS möglich, es sei denn, es handelt sich um einen Pflichtversuch (Wiederholungsversuch, erster Pflichtversuch gemäß der laut Prüfungsordnung geltenden sogenannten 1+4-Regelung).

Bei Pflichtversuchen bzw. nach Ablauf der Ausschlussfrist ist ein Rücktritt nur aufgrund triftiger Gründe möglich. Die triftigen Gründe sind glaubhaft zu machen und in geeigneter Weise nachzuweisen.

Ein Rücktritt aufgrund triftiger Gründe ist auch noch von einer begonnenen Prüfung möglich, wenn Sie nach Beginn der Prüfung feststellen, dass Sie aufgrund von Einschränkungen (z.B. wegen Krankheit) in Ihrer Leistungsfähigkeit so stark beeinträchtigt sind, dass Ihnen eine Teilnahme an der Prüfung nicht möglich und nicht zumutbar ist.
In diesem Fall ist folgendes Vorgehen durch die Prüfungsausschüsse der Fachbereiche Umweltwirtschaft/Umweltrecht und Umweltplanung/Umwelttechnik beschlossen worden:

  1. Der Prüfling, der von der Prüfung nach deren Beginn zurücktreten will, muss dies der Prüfungsaufsicht mitteilen und die triftigen Gründe zu Protokoll geben.
  2. Die Prüfungsunterlagen sind der Prüfungsaufsicht zu übergeben.
  3. Der Prüfling muss unverzüglich einen Arzt bzw. Amtsarzt aufzusuchen, der die vorliegenden Beschwerden und die daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit detailliert bescheinigen muss. Die Regelungen bezüglich der Form der Atteste gelten hier entsprechend.
  4. Innerhalb von drei Werktagen muss dem Prüfungsamt ein formloser Antrag über den Rücktritt mit Angabe der triftgen Gründe sowie das Attest sowie das Beiblatt zur Einreichung von Attesten vorgelegt werden.
  5. Über den Antrag entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bzw. der Prüfungsausschuss. Die Entscheidung über den Antrag wird dem Prüfling durch das Prüfungsamt mitgeteilt. Bei Ablehnung gilt die Prüfung als "nicht bestanden". Bei Genehmigung wird durch das Prüfungsamt im QIS bei der Prüfung nach Erfassung der Noten ein Rücktritt mit anerkanntem Grund eingetragen.

 

 

 

Wann liegt Prüfungsunfähigkeit vor?

Grundsätzlich liegt Prüfungsunfähigkeit vor, wenn ein Prüfling aufgrund besonderer Umstände bzw. triftiger Gründe am Tag der Prüfung so erheblich in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, dass eine Teilnahme an der Prüfung nicht zumutbar ist.
Triftige Gründe können z.B. aufgrund einer Erkrankung vorliegen.
Insbesondere zählen hierzu fieberhafte Erkältungen, Bettlägrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kreislaufprobleme, Sehstörungen, Kopfschmerzen usw.

Die reine Angabe einer Diagnose ist nicht ausreichend. So ist z. B. die reine Angabe der Diagnose "Gastroenteritis" oder "Migräne" kein triftiger Grund für eine Prüfungsunfähigkeit. In diesen Fällen kann jedoch aufgrund des Beschwerdebildes dieser Erkrankungen eine Prüfungsunfähigkeit vorliegen. Dieses Beschwerdebild ist durch den Arzt detailliert zu bescheinigen.

Aber auch aufgrund familiärer Belastungssituationen in umittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit Prüfungen kann eine Prüfungsunfähigkeit vorliegen. Dies ist z. B. bei Todesfällen, (schwere) Erkrankung von Kindern oder anderen Angehörigen, Pflegetätigkeit bei Angehörigen usw. der Fall. Diese Belastungssituationen sind durch geeignete Unterlagen glaubhaft nachzuweisen (ärztliche Atteste, Sterbeurkunden usw.). In diesen Fällen kann auch ein Rücktritt von Prüfungen bzw. eine zeitweilige Befreiung von der Prüfungspflicht beantragt werden.

Die jeweiligen Auflistungen sind nicht abschließend. Bitte informieren Sie sich gegebenenfalls beim Prüfungsamt, ob bei Ihnen eine Prüfungsunfähigkeit vorliegt und wie diese nachzuweisen ist.

Besonderheit:
Eine Schwangerschaft ist grundsätzlich kein triftiger Grund für eine Prüfungsunfähigkeit. Während der Schwangerschaft können jedoch Beschwerden auftreten, aufgrund derer eine Prüfungsunfähigkeit vorliegt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Gesundheit des Kindes oder der Mutter gefährdet ist. Die Beschwerden sind durch einen Gynäkologen zu attestieren. Dieses Attest ist dem Prüfungsamt vorzulegen. Auch hier gilt die Vorlagepflicht innerhalb von drei Werktagen nach der Prüfung.